Im Sommer hatte Sony vollmundig angekündigt, Uncharted 3 würde 3D Gaming auf ein neues Level heben. Wir haben den PS3-Blockbuster an den 3D-Fernseher angeschlossen und dem 3D-Modus auf den Zahn gefühlt. Warum großen Worten hier nur teilweise große Taten folgen, verraten wir euch in unserem Uncharted 3 3D-Test.
Eine kleine Uncharted-Historie
Wer die Uncharted-Abenteuer noch nicht kennt, dem sei mit einer kurzen Rückblende geholfen. Uncharted 3 erzählt die Geschichte von Abenteurer und Schatzsucher Nathan Drake weiter, die bereits in Uncharted: Drakes Schicksal (2007) und Uncharted 2: Among Thieves (2009) begonnen wurde. Letztendlich kann man die Handlung als ein moderner Abklatsch der Indiana Jones-Filme bezeichnen. Popkorn-Kino würde man sagen, wäre Uncharted eine Filmreihe. Die Uncharted-Spiele sind PS3-exklusiv und gelten als absolute Grafikreferenz auf dem Videospiele-Markt. Kaum ein anderes Spiel zaubert derartig detailreiche und gemäldeartige Spielszenen auf den Fernseher.
Hinsichtlich des Gameplays setzen sich die Abenteuer um Nathan Drake aus einer Mischung aus Klettern, Ballern und Rätseln zusammen. Teils mit forderndem, nie aber mit unfairem Schwierigkeitsgrad. In einen Popkornkinofilm geht man ja auch nicht um sich den Kopf zu zerbrechen oder emotionale Achterbahnen zu fahren. Man will seichte Unterhaltung. Genau das bietet auch die Uncharted-Reihe.
3D: Revolution oder nicht?
Der dritte Teil nennt sich nun Uncharted 3: Drake’s Deception und soll für Sony ein gewichtiges Argument im diesjährigen Weihnachtsgeschäft sein. Erstmals hat man einen 3D-Modus in das Spiel eingebaut. Dieser wird vor Spielstart im Optionsmenü eingeschaltet und funktioniert nur mit einem 3D-Fernseher und entsprechender Brille. Ihr müsst euch allerdings immer vor dem Spielstart entscheiden ob ihr mit oder ohne 3D spielen wollt. Während des Spiels kann der 3D-Modus nicht an- bzw. abgeschaltet werden. Hier hilft nur der Gang zurück ins Hauptmenü. Das hätte man ein bisschen eleganter lösen können.
Qualitativ hinterlässt der 3D-Modus in Uncharted 3 einen gemischten Eindruck. In den zahlreichen kinoreifen Zwischensequenzen weiß er mit einem schönen plastischen Bild zu überzeugen. Während des Spiels erscheint die Umgebung zwar auch in 3D, allerdings fielen uns hier immer mal wieder Doppelbilder auf. Bei Schusswechseln oder Kletterpasssagen bietet der 3D-Effekt keinerlei zusätzliche Vorteile. Das Zielen auf Gegner oder das Springen von Vorsprung zu Vorsprung geht ohne 3D-Modus genauso gut.
Natürlich verliert das Bild im 3D-Modus durch die Brille ein wenig an Helligkeit. Schärfe und Farbgebung leiden unserer Meinung nach aber nicht unter dem 3D Modus. Im Vergleich zu anderen 3D-Spielen bewegt sich der 3D-Modus in Uncharted 3 auf einem hohen Niveau, weshalb man von einer Mini-Revolution sprechen könnte.
Alles in Allem
Keiner wird sich Uncharted 3 nur wegen des 3D-Modus kaufen. Dafür weiß das Spiel mit genügend anderen Argumenten zu überzeugen. Wer einen 3D Fernseher sein Eigen nennt sollte den 3D-Modus hin und wieder mal einschalten und sich an den plastischen Spielwelten oder den beeindruckenden Zwischensequenzen erfreuen. Uncharted 3 ist ebenso wie seine Vorgänger ein Videospiel auf allerhöchstem Niveau. Tolle Grafik, atemberaubende Effekte und fordernde Schießereien lassen kaum Raum zum Durchschnaufen. Wer sich im Einzelspielermodus ausgetobt hat, kann in Koop- und Multiplayermodi sein Können beweisen und den Spielspaß weiter aufrecht erhalten.
Uncharted 3 ist ein Must-Have für PS3-Besitzer und passt wunderbar unter jeden Weihnachtsbaum.
Anbei ein Trailer zum Spiel:
Artikelbild Copyright Sony Computer Entertainment
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