Review: Green Lantern 3D

von Rene am 6. August 2011 · 1 Kommentar

Mit Green Lantern steht eine weitere Comicverflimung ins Haus. Die Grüne Laterne kommt dabei aus Schmiede von DC und ist eine etwas andere Comicverfilmung die ihre Höhen und Schwächen hat. Im Gegensatz zu den Marvelcomics, ist Green Lantern ein eigener Handlungsstrang, der nicht mit anderen Superhelden verknüpft wird… vorerst. Die 3D-Effekte können sich zum Teil sehen lassen und haben einige nette Effekte. Die Fußstapfen für den grün leuchtenden Superhelden sind ziemlich groß, da Captain America seine Schatten vorauswirft und Thor 3D auch nicht von schlechten Eltern war. Hinzu kommen noch die brachialen Effekte von Transformers 3. Ob Hal Jordan diesen Anforderungen gewachsen ist, erfahrt ihr hier!

Green Lantern 3D: Story

Vorneweg: Man muss kein Comicjunkie sein, um den Film zu verstehen, denn die Story des Green Lantern Corps wird gut eingeleitet und verdeutlicht, so dass jeder in den Film einsteigen kann. Auch die Kernhandlung lässt sich einfach zusammenfassen, ob man das als gut oder schlecht interpretiert, überlasse ich jedem selbst. Es geht im Prinzip um den Kampf Wille gegen Angst. Beide Mächte werden dabei durch Farben symbolisiert: Der Wille ist grün und die Angst ist gelb. Früher war Gut gegen Böse in, heute beginnt der Krieg der Farben.
Der Film beginnt mit dem Ausbruch von Parallax. Einem Wesen, das sich die von der gelben Macht der Angst nährt und zuvor dem Alien Abin Sur in den Überresten eines Planeten verbannt wurde. Sur ist ein Green Lantern, einer von vielen Wächtern der Galaxis, die zum Schutz der verschiedenen Sektoren die grüne Kraft des Willens nutzen. Unterstützt werden sie dabei von Ringen und grünen Laternen. Der Ring dabei alles Formen, an was man denkt. Parallax ist nach seinem Ausbruch mächtig ungehalten und hat noch eine Rechnung mit Albin Sur zu begleichen. Dieser wird von Parallax schwer Vverwundet und stürzt letztendlich auf der Erde ab, wo er den Ring an Hal Jordan (Ryan Reynolds) weitergibt, der nun Teil des Green Lantern Corps werden soll. Gleichzeitig infiziert Parallax den Wissenschaftler Hector Hammond (Peter Sarsgaard), der damit ähnliche Kräfte wie sein Meister erlangt und auf Jordan angesetzt wird, da Parallax den Ring von Albin Sur benötigt, den nur Jordan trägt…

Der Anfang des Films erinnerte mich stark an Top-Gun. Jets, ein Draufgänger im Schatten seines Vaters, der keine hübsche Frau stehen lassen kann. Allerdings ist es gerade die Rolle Hal Jordans, die Abwechslung in die Sache bringt. Denn Jordan hat eine Menge eigener Probleme und schlägt sich mit einiges an Selbstironie durchs Leben. Dies erweckt den Eindruck, als würde er sich selbst und seine spätere Rolle nicht ganz für voll nehmen. Gerade das sorgt für frischen Wind und macht einiges an Spaß. Für mich waren die selbstironischen Szenen und Kommentare ein wahres Highlight und ich habe mich köstlich amüsiert. Denn die selbstironische Spur trifft man auch in verschiedenen anderen Stellen des Films wieder und tun ihm richtig gut!
Allerdings ist die Spannungskurve etwas unschön. Der Start ist wirklich gut. Die Bilder sind schön und die Einführung ist interessant und actiongeladen. Gleiches bei der Vorstellung von Jordan, Frauen, Jets, Luftkämpfe und Chaos sorgen für Unterhaltung. Allerdings ist dann bis über die Mitte des Films die Luft erst mal raus. Erst mit der Ernennung zum Green Lantern kommt wieder etwas Fahrt in den Film, um dann am Ende wieder auf der Höhe zu sein.
Allerdings ist die Story nicht großes und Freunde hoher Filmkunst sind leider auch falsch, denn es handelt sich um einen Actionfilm mit Abstechern rüber zum Fantasygenre. Das Storyboard ist entsprechen dünn und ziemlich durchsichtig, ohne Humor und Effekte wäre der Film noch mehr verrissen worden.

Green Lantern 3D: Die Effekte

Die 3D-Effekte von Green Lantern waren, ähnlich wie der Film, durchwachsen. Der Anfang ist bildgewaltig und auch das Hauptquartier der Lanterns, der Planet OA und Parallax machen einen guten Eindruck und zeigen, wo die 200 Millionen Budget hingewandert sind, wenn schon nicht ins Storyboard. Allerdings handelt es sich dabei nicht um die sehr gute Effekte, wie bei den anfänglich genannten Filmen, sondern um oberen Durchschnitt. Problem allerdings auch hier: Die 3D-Szenen der “normalen” Welt gehen unter und man vergißt sehr schnell den Effekt. Gegen Mitte des Films fragt man sich immer wieder, ob man noch 3D schaut. Jedoch entschädigt das Ende, welches den Anfang toppt. Die Effekte im finalen Endkampf sind brachial nutzen das Potential von 3D, wenn auch nicht in vollem Umfang.

Ich persönlich war etwas von dem 3D enttäuscht, denn die Qualität war zwar in Ordnung, aber das Potential wurde viel zu wenig genutzt. Wie früher erwähnt, lohnen sich “normale” Szenen in 3D kaum, aber gerade Comicverfilmungen bieten hier die Möglichkeit auszubrechen und dieses Potential auszureizen. Leider hat man das bei Green Lantern aber verpasst.

Green Lantern 3D: Fazit

Ich persönlich hatte keine großen Erwartungen an den Film, da sich die Fachpresse bereits über den Film zerrissen hat. Gerade das war das Gute, denn dadurch habe ich nichts von dem Film erwartet und wurde sogar positiv überrascht. Seichte Action, witzige Einlagen, eine Spur Selbstironie haben für überdurchschnittliche Unterhaltung gesorgt. Allerdings finde ich, dass sich der Film in 3D nicht lohnt. Im Endeffekt ist nur das Ende und der Anfang lohnend, beim Rest des Films bemerkt man die 3D-Effekte nicht, da man sich an sie gewöhnt und das “normale” 3D eher durchschnittlich ist. Aber auch eine höhere Qualität hier keine Abhilfe geschafft, wie Fluch der Karibik beweist. Da der Film nicht ganz der erwartete Renner ist, bekommt er aber leider nur 4 von 10 Brillen.

Green Lantern 3D Review

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